Freitag, 7. Juli 2017       Susanne Papadopoulos      

Neuen Solar-Cruiser vorgestellt

Konzept-Auto nimmt im Oktober an der Weltmeisterschaft in Australien teil

Das würden wir uns alle wünschen: Ein Auto, das mit Sonnenlicht fährt. Und das man bei Wolken an der Steckdose aufladen kann. So etwas gibt es bereits seit 15 Jahren, aber nur als Modell: Die Hochschule Bochum und thyssenkrupp nehmen seit 2002 an der Weltmeisterschaft der Solarautos in Australien teil. Seit 2012 hält die Hochschule Bochum sogar den Weltrekord für die längste solargetriebene Strecke von 29.753 Kilometer - einmal um die Erde.

Das neue Modell, das ab Ende August in Australien bei der Weltmeisterschaft in der Cruiser-Klasse startet, ist noch ausgereifter als die Vorgänger-Modelle. Es wurde diese Woche der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Entwickler versuchten möglichst nachhaltiges Material zu verwenden. Statt Carbon besteht der Überrollkäfig aus ultrahochfestem Stahl. Im Innenraum dominiert Natur- statt Carbonfaser. Die Sitzbezüge bestehen aus einer Faser aus Ananasblättern.

Foto: Uni Bochum / idw

Vier Radnabenmotoren treiben das Solarauto an. Die Energie dafür liefern fünf Quadratmeter Solarpanele und für Notfälle eine Steckdose zum Aufladen. Vier Personen finden Platz im mit Zentralverriegelung, Infodisplay und Abstandswarner ausgestatteten Fahrzeug. Die Spitze liegt bei 120 km/h, aber bei der Weltmeisterschaft der Solarautos geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Effizienz auf der 3.000 Kilometer langen Strecke.

Der Wettbewerb startet am 08. Oktober 2017, sechs Tage später werden die Teilnehmer am Ziel in Adelaide erwartet. Die Strecke geht auf öffentlichen Straßen von Norden nach Süden durch den Kontinent.
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